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Position:   Kampagnen  >>  Kampagnen vergangener Jahre

Spielregeln für Global Players

Unterschriftenaktion mit vier Forderungen an die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag

Die aktuelle Finanzkrise ist Anlass, über Unternehmensverantwortung nachzudenken. Freiwillige Selbstverpflichtungen und wolkige Versprechungen der Konzerne reichen nicht mehr aus. Gefragt sind verbindliche Spielregeln für Global Players.

Herr Vorstand, wie halten Sie es mit den Spielregeln?
> 10 Fragen in den Hauptversammlungen*

Manager setzen das Geld von Anlegern aufs Spiel, riskieren Arbeitsplätze, gefährden den Fortbestand ihres Unternehmens und kümmern sich nicht um die Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

Doch eklatanter als das persönliche Versagen von Vorständen und Aufsichtsräten ist ein Systemversagen. Die neoliberale Ideologie, der Staat solle sich aus der Wirtschaft heraushalten und den Markt dem freien Spiel der Kräfte überlassen, hat jahrelang manche Köpfe vernebelt. Politiker haben sich zu Handlangern von Lobbyisten machen lassen, Finanzmärkte dereguliert und die öffentliche Daseinsfürsorge privatisiert.

Nun ist die Spekulationsblase geplatzt, viele Aktienkurse befinden sich auf Talfahrt und Banken stehen vor dem Zusammenbruch. Was vor kurzem noch undenkbar erschien, ist nun Realität: Viele Global Players – also weltweit agierende Konzerne – werden mit staatlichen Finanzspritzen reanimiert.

Wir, die Kritischen Aktionäre, sind der Meinung, dass die Finanzmarktkrise auf mehreren Ebenen zu spürbaren Veränderungen führen muss. Grundsätzlich müssen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Mensch und Umwelt wieder im Mittelpunkt stehen. Das müssen jetzt auch die Konzerne akzeptieren. Würden sie sich an einfache Spielregeln halten, ginge es allen besser.

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre schlägt deshalb drei Spielregeln für Global Players vor:

1. Sei ein ehrbarer Kaufmann und kein Hasardeur. Vorstände aber auch Anleger müssen wieder mit Renditen im einstelligen Prozentbereich zufrieden sein.

2. Orientiere Dich am Gemeinwohl. Verantwortliches Unternehmenshandeln muss sich stärker als bisher am Stakeholder Value ausrichten.

3. Verpflichte Dich, die Spielregeln einzuhalten. Unternehmensverantwortung muss gesetzlich verankert werden. Wer die Regeln verletzt, wird zur Rechenschaft gezogen.

Aber nicht nur die Konzerne und Anleger, auch die Konsumenten müssen sich umstellen. Maximen wie „Hauptsache billig“ oder „Geiz ist geil“ dürfen nicht mehr das Kaufverhalten bestimmen.

Manchmal ist es Mitarbeitern von Unternehmen zu verdanken, dass illegales Handeln, Korruption und Fehlverhalten erkannt und bekannt gemacht werden. So genannte Whistleblower verhindern, dass Missstände von Vorgesetzten unter den Teppich gekehrt werden – und werden dadurch oft zum Ziel von Mobbing. Deshalb setzen sich die Kritischen Aktionäre auf den Haupt-versammlungen 2009 dafür ein, dass Whistleblower in ihren Unternehmen nicht mehr stigmatisiert, diskriminiert und sanktioniert werden, sondern Ansprechpartner erhalten, die ihre Beschwerden ernst nehmen.

Kritische Aktionäre fordern Stärkung der Verbraucherrechte auf Finanzmärkten
Dachverband unterstützt Lehman-Geschädigte / Demonstration in Frankfurt

Es kann nicht angehen, dass die Bundesregierung Banken mit Milliarden-Bürgschaften aus der Klemme hilft, und kleine Privatanleger ihrem Schicksal überlässt. Schließlich ist es unter anderem falscher oder schlechter Beratung von Banken zuzuschreiben, dass Tausende von Kunden ihre Ersparnisse verloren haben.

Aus diesem Grund unterstützen die Kritischen Aktionäre die Interessengemeinschaft der durch Lehman-Brothers-Papiere geschädigten Anlegerinnen und Anleger.
Die Kritischen Aktionäre verlangen:

  • einen Fonds zur Sicherung der Prozesskosten sowie der Beweise. Diesen Fonds soll die Bundesregierung einrichten.
  • ein Aufsichtsgremium, das sich um Marktbeobachtung und Aufklärung im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher von Finanzdienstleistungen kümmert.
  • die Verbesserung der Beratungsqualität beim Verkauf von Finanzprodukten. Dazu gehört die Abkehr von der provisionsorientierten Beratung oder doch zumindest die Offenlegung der Provision durch den Berater.

> Pressemitteilung


Filmtipp: "Let´s make Money"
"Hier schauen wir dem so oft maskierten „Raubtierkapitalismus“ direkt ins Gesicht: Erwin Wagenhofers Film „Let’s make Money“ zeigt das Ende des Neoliberalismus." > Rezension aus dem Tagesspiegel


Bundespräsident bezeichnet Weltfinanzsystem als "Monster"
"Die internationalen Finanzmärkte haben sich zu einem Monster entwickelt, das in die Schranken gewiesen werden muss", sagte Bundespräsident Horst Köhler. In einem Interview mit dem Magazin "Stern" kritisierte der frühere Geschäftsführende Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Verantwortungslosigkeit von Banken und teilweise "bizarr hohe Vergütungen". > Presseschau

Damit Verbraucherinnen und Verbraucher künftig Finanzprodukte durchschauen können, müssen endlich einheitliche Regeln für vergleichbare Finanzprodukte eingeführt werden", forderte Moritz.Akuteller Filmtipp: "Let´s make MONEY"Erwin Wagenhofer („We Feed the World – Essen Global“) folgt in seinem neuen Dokumentarfilm "Let’s make MONEY" der Spur des Geldes im weltweiten Finanzsystem. Die meisten von uns ahnen nicht einmal, wo ihr Geld ist. Sicher ist nur, dass es sich nicht bei der Bank befindet, der wir es anvertraut haben. Die meisten von uns interessiert es auch nicht, weil wir gerne dem Lockruf der Banken folgen: "Lassen Sie Ihr Geld arbeiten!" Doch Geld kann nicht arbeiten: arbeiten können nur Menschen, Tiere oder Maschinen."Let´s make MONEY" läuft am 30. Oktober in den Kinos an.

*Frage 5 wurde Ende April aktualisiert

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