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I.G. Farben ist insolvent,
aber noch nicht aufgelöst
Die I.G. Farben AG i.A. ist zahlungsunfÀhig
und steht seit dem 11. November 2003 unter Verwaltung einer gerichtlich bestellten Insol- venzverwalterin. Die bisherigen Liquidatoren Otto Bernhardt MdB und RA Volker Pollehn
(beide CDU) haben keine Kontrolle mehr ĂŒber das Unternehmen, bleiben aber Vor- stĂ€nde der Stiftung zur EntschĂ€digung von Zwangsarbeitern, die I.G. Farben im Jahr
2000 gegrĂŒndet hat.
Das Restvermögen der Firma besteht aus wenigen Immobilien, die voraussichtlich von
der Insolvenzverwalterin verkauft werden. Der Verkaufserlös dĂŒrfte an mehrere Banken flieĂen, denen I.G. Farben 28,2 Mio. Euro schuldet. Die ĂŒberlebenden Zwangsarbeite-
rinnen und Zwangsarbeiter des einstigen Nazikonzerns gehen höchstwahrscheinlich leer aus. Ihre einzige Hoffnung, nach mehr als 50 Jahren verschleppter Liquidation der
I.G. Farben wenigstens noch symbolische EntschÀdigungen zu erhalten, besteht in einem Verzicht der Kredit gebenden Banken.
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