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„Trotzdem finanziert die Deutsche Bank das Teesta Projekt der NHPC in der Provinz Sikkim“, entrüstete sich Moritz, „ein Projekt,
das schon ein Jahr vor seiner Fertigstel- lung durch Untertunnelungen und Sprengungen in einem geologisch instabilen Gebiet Häuser zum Einsturz brachte, durch Wasserverknappung Ernteerträge um die Hälfte
verminderte und durch illegal deponierten Abraum den Fluss Teesta so einengte, dass er eine Brücke weggerissen hat.“ Mit ihrem Kredit ermögliche die Deutsche Bank, urteilte Moritz, „ein Projekt, das sich
selbst ökologische Unbedenklichkeit bescheinigt hat, bevor entsprechende Studien abgeschlossen waren, und dessen Missachtung ökologischer Risiken sich in die lange Reihe von Gesetzesverstößen dieses
Geschäftspartners der Deutschen Bank einreiht.“
Auf zahlreiche Fragen des Kritischen Aktionärs berief sich Vorstandssprecher Josef Ackermann in seiner „Antwort“ wie in den
Vorjahren auf Geschäftsgeheimnisse und auf den Grundsatz, über Einzelgeschäfte keine Auskünfte zu geben. Er verweigerte auch Angaben über zukünftige Kredite an die NHPC. Die „Antwort“ des Commerzbank-
Vorstands auf die ebenfalls zahlreichen Fragen von Dorothea Kerschgens fiel ähnlich nichtssagend aus.
Deshalb fordert der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre eine generelle
Offenlegungspflicht über alle ökologisch und sozial relevanten Daten jedes finanzierten Geschäftsvorhabens. Die Banken
müssen für jeden vergebenen Kredit öffentlich darlegen, wie sie die Auswirkungen des geplanten Projekts auf Mensch und Umwelt geprüft haben, und aufgrund welcher konkreter Fakten sie den Kredit für
verantwortbar halten!
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