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Hinter jedem Geschäft steht eine Bank, die es finanziert. Hinter vielen
umweltschädlichen Geschäften in aller Welt stehen deutsche Banken, die daran mitverdienen.
In jüngster Zeit haben die deutschen Großbanken die sogenannte UNEP-Bankenerklärung unterzeichnet. In dieser Erklärung des
Umweltprogramms der Vereinten Nationen verpflichten sie sich, Kredite nur für Geschäfte zu vergeben, die den „nachhaltigen“ Schutz der Umwelt garantieren.
Wie vergleichbare Selbstverpflichtungs-Erklärungen von Unternehmen hat auch die UNEP-Bankenerklärung einen entscheidenden
Nachteil: Sie ist nicht einklagbar. Und so vergeben deutsche Banken munter weiterhin Kredite für Projekte, die jedem Umweltschutz-Gedanken Hohn sprechen. Die Erklärung entlarvt sich als Maßnahme zur
Imagepflege.
„Wer hat denn drei Tage in Wien gesessen, um die UNEP-Erklärung zu schreiben?“, fragte Hilmar Kopper,
Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank, im Juni 2000 einen Kritischen Aktionär. Und Kopper beant- wortete die Frage gleich selbst: „Das war doch ich!“
Umweltschutzverbände und entwicklungspolitische Organisationen haben die zweifelhafte Rolle des UNEP- Papiers längst erkannt.
Trotzdem nutzen sie es, um die Vorstände der Banken vorzuführen: Nicht einmal ihre selbst formulierten Grundsätze halten die Herren des Geldes ein.
Gemeinsam mit dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre lesen seine Mitglieds- organisation ,Urgewald‘ und
der Menschenrechts- verband ,FIAN‘ den Bank-Vorständen regelmäßig die Leviten.
Zur Hauptversammlung der Deutschen Bank am 09. Juni 2000 luden sie eine Vertreterin der Bürger von Olympiada ein. Die
Menschen in der Kleinstadt auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki kämpfen mit aller Vehemenz für den Schutz ihrer Heimat und gegen ein Goldgewinnungs-Projekt, das die Deutsche Bank trotz eklatanter
Umweltrisiken finanzieren will.
Am Geburtsort des antiken Philosphen Aristoteles soll dort
ein ganzes Tal zu einer Giftmülldeponie umfunktioniert werden.
„Kein Profitinteresse kann Umweltverseuchungen von solchem Umfang rechtfertigen“, werfen die
Kritischen Aktionäre den Managern der Bank vor und kündigen anhaltenden Widerstand gegen das Projekt an.
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