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Im Januar 2004 gab das Machtkartell der alten Männer eine bezeichnende
Vorstellung. Baumann leitete als Aufsichtsratsvorsitzender die HV der Siemens AG in München und Cromme saß als Aufsichtsratsmitglied hinter ihm. Einen Tag
später bei der ThyssenKrupp HV in Essen boten beide die gleiche Darbietung mit vertauschten Rollen: Dort ist Cromme der Vorsitzende und Baumann einfaches Mitglied des „Kontroll“gremiums.
Diese beiden Hauptversammlungen finden Sie auch aus einem anderen Grund in
diesem Jahresbericht 2003: Wir möchten Ihnen lieber aktuell aus dem Januar 2004 berichten, als hier die Siemens- und Thyssen-Versammlungen zu besprechen, die
mehr als ein Jahr zurück liegen, wenn das Heft Ende Februar aus der Druckerei kommt.
Apropos aktuell: Auch in den Kapiteln über Continental, I.G. Farben und Daimler-
Chrysler konnten wir spannende Ereignisse aus dem Januar berücksichtigen. Wenn Sie es noch aktueller – und bei vielen Themen auch sehr viel umfangreicher
und detaillierter – mögen, dann empfehle ich Ihnen unsere Internet-Seite www.kritischeaktionaere.de, die monatlich von 10.000 Menschen besucht wird.
Besonders reichhaltiges Hintergrundmaterial aus den jüngsten vier Monaten steht
dort zu unseren laufenden Menschenrechts-Kampagnen. Nicht zuletzt durch diese gründlichen Analysen war das Medieninteresse gigantisch, als wir zur plötzlichen
Insolvenz der I.G. Farben Stellung bezogen, weil die Zwangsarbeiter dabei leer ausgehen sollen, und als wir ein Gutachten von Daimler in der Luft zerrissen haben,
weil es die Zusammenarbeit mit der argentinischen Militärjunta schönfärbt. An beiden Themen werden wir langfristig weiter arbeiten, bis den Opfern Gerechtigkeit zuteil wird.
Sehr erfolgreich war 2003 auch unsere Zusammenarbeit mit der Umweltschutz-
organisation Greenpeace. Ihre Vertreter sprachen bei der Deutschen Post gegen den Raubbau an Finnischen Urwäldern, beim Energieriesen E.ON gegen den Import
osteuropäischen Atomstroms und bei DaimlerChrysler für die Einführung von Dieselruss-Filtern.
Wir konnten den Greenpeace-Aktivisten Rederecht in den Hauptversammlungen
verschaffen, weil Sie, liebe Aktionärin, lieber Aktionär, uns kontinuierlich die Stimmrechte Ihrer Aktien übertragen und damit ein Standbein für unsere
Arbeit schaffen.
Doch auf dem einen Bein können wir schlecht stehen. Wir wollen sogar laufen, um für soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz
noch mehr zu erreichen. Dafür brauchen wir zwei starke Beine. Das zweite Bein sind Ihre Spenden und Mitgliedsbeiträge.
Bitte helfen Sie uns, damit wir sicher stehen und ganz schnell laufen können
Herzlichst Ihr
Henry Mathews
im Februar 2004
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