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Der gelernte Journalist, der seit 13 Jahren den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre leitete, hatte auf zahllosen
Aktionärsversammlungen Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder unterschiedlichster deutscher Firmen wegen ihrer Geschäftspolitik kritisiert.
Mathews zeichnete sich durch große Vielseitigkeit aus, dies kam zum Ausdruck wenn er Rüstungsfirmen wegen ihrer Rüstungsproduktion und
-exporte, Energiefirmen wegen ihrer Atomanlagen angriff, wenn er Arbeitsplatzeinsparungen anprangerte und Mitbestimmungsfragen thematisierte. Internationale Kontakte lagen ihm am Herzen und er bemühte sich mit
Erfolg, jährlich Mitarbeiter deutscher Niederlassungen im Ausland hier in Aktionärsversammlungen zu Wort kommen zu lassen.
In der Vergangenheit hatte sich Mathews bei der Frage der Entschädigung von Zwangsarbeitern während des NS-Regimes über lange Zeit eingemischt
und zwar noch zu Zeiten, als dies viele Politiker und Wirtschaftsvertreter mit Vehemenz zurückwiesen.
Es war Henry Mathews Verdienst, dass der Dachverband im März dieses Jahres sein 20 jähriges Bestehen feiern konnte. Er nahm nicht nur die Rolle
eines Geschäftsführers ein, er war Seele und Aushängeschild des Verbandes der Kritischern Aktionäre. Der Vorstand schätzte an ihm besonders seine Vielseitigkeit und seinen brennenden Wunsch nach Veränderung hin zu
einer anderen Gesellschaft, anderen Wirtschaftsformen, einer gerechteren Welt.
Seine Fähigkeit auch sehr ungleiche Partner ins Gespräch zu bringen zeichnete ihn in seiner Kompetenz zur Kommunikation aus. Gruppen aus dem
Umwelt- und Sozialbereich hatten in ihm einen erfahrenen, mutigen und engagierten Ansprechpartner. Streitbar und sensibel zugleich war Henry Mathews in seinem Wesen. Der Dachverband erleidet einen harten Verlust.
Die VorstandskollegInnen Dorothea Kerschgens, Bernd Moritz, Paul Russmann
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